Ihre Meinung zur Frage der Woche Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen: Neue Rechte: Warum erreichen demokratische Antworten offenbar viele Menschen nicht mehr?
Hier sind einige Auszüge aus Ihren Antworten:
"(...) Ich glaube, es ist so schwer gegen rechtes Gedankengut anzukommen, weil die Betroffenen emotional unterwegs sind. Sie leben in gefühlten Welten mit gefühlten Problemen. Demokratische Antworten sind aber rationale Antworten, die nur real existierende Probleme lösen können, keine gefühlten. Leuten mit gefühlten Problemen kann eigentlich nur ein Psychologe helfen, kein Politiker.
Ein weiterer Grund ist wohl, dass es uns hier viel zu gut geht. Die Kriegsgeneration wusste noch, was es bedeutet, wenn es einem wirklich schlecht geht. Die späteren Generationen sind von klein auf im Wohlstand/Überfluss aufgewachsen. Wer nicht mehr weiß, wie gut er es hat, schätzt das nicht wert. (...)"
Oliver H.
"(...) Dieser weltanschauliche Schrott hat die Zeit, auch die 68er, überlebt, gedieh möglicherweise in der DDR unterhalb der Oberfläche weiter (darum dort hohe Zustimmung für die AfD). Mittlerweile sind im ganzen Land die Hemmungen gefallen. Zentraler Träger der neuen Unmenschlichkeit sind kommerzielle Medien, die als soziale Medien verharmlost werden. Dort treffen sich an benachbarten Stammtischen Bildungsferne, Päderasten, Neue Rechte, religiöse und feministische Ideologen (von Evangelikalen über Islamisten bis zu Gerechtigkeitssemantikern) sowie Verschwörungsfanatiker. (...)"
Klaus Philipp M.
"(...) Die Bekämpfung von Lügen, Hass und Hetze braucht neben eindeutigen Gesetzen auch die Fähigkeit diese durchzusetzen. Appelle an eine Vernunft, von der sich viele Wähler und Wählerinnen bereits mit großer Begeisterung verabschiedet haben, helfen längst nicht mehr weiter. (...) Bürger und Bürgerinnen sind aber keine "strafunmündigen" Kinder, die noch nicht in der Lage sind, die volle Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Es wäre deshalb dringend geboten, den Wählern und Wählerinnen rechtsextremer Parteien unmissverständlich klar zu machen, daß sie sich mit Leuten gemein machen, deren vorrangiges Ziel es ist, durch Lüge und Hetze unsere Gesellschaft zu spalten, um danach hemmungslos über Macht und Geld verfügen zu können. (...)"
Alfons R.
"(...) 1. Wenn Whlkampf ansteht, dann werden gern Parolen, die hart an der Grenze zum braunen Gedankengut sind, verbreitet. 2. Die Generationen die den Nazismus und die Folgen erlebt haben, sterben aus - mit Ihnen die Warner- auch in der Politik. 3. faschistische Parolen sind leicht und eingängig zu übernehmen- ohne zu Denken. 4. Es leben immer noch Menschen, die in der Wolle braun eingefärbt sind, die fasst ungestraft an den Stammtischen die Lufthoheit haben. 5. Fremdenfeindlichkeit, Rassenhass und Menschenverachtung sind -en vogue weil die Vorbilder in der Politik in den Paramenten sitzen. 6. Es ist einfach auf dem Rücken derer, die sich nicht wehren können, Politik zu machen. (...)"
Wilfried K.
"(...) leider haben viele Menschen den Eindruck, "die da oben" vertreten eh meine Interessen nicht und sehen nicht, was mich drückt. Und viele Versprechen der Politik werden nicht eingehalten.Das schwächt den Glauben an Demokratie. Aber sind nicht auch die Medien mitverantwortlich, die meist über Streits und Probleme berichten und selten über das, was gut läuft? Wäre es nicht z.B. sinnvoll, im Ersten nach 20 Uhr über unsere Demokratie, ihr Funktionieren und ihre Erfolge zu informieren, statt in Talkrunden mit immer denselben Gästen immer wieder über dieselben Themen zu reden? Und auch mal, wie diese Woche bei Klamroth, auch mal ganz normale Bürger einzuladen, die dann den Politikern sagen können, was sie belastet. (...)"
Jürgen B.
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