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Liebe Hörerinnen und Hörer,

der Stellenwert von Bildung kann wohl kaum überbetont werden: Ob es um ein friedliches Zusammenleben, Chancengleichheit oder persönliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung geht, überall spielt Bildung eine zentrale Rolle.

Bildung im Privaten ist das eine, schulische Bildung das andere. Leider werden dem deutschen Bildungssystem regelemäßig eher mangelhafte Noten attestiert. So landete Deutschland in einer Unicef-Studie im Gesamtvergleich der akademischen und sozialen Kompetenzen auf Platz 34 von 41 Ländern. Laut der Studie würden nur 60 Prozent der 15-Jährigen die Mindestkompetenzen in Lesen und Mathematik erreichen. Gerade sozial Schwache werden häufig abgehängt.

Wie kann das sein im Land der Dichter und Denker?

Frage der Woche

Mit dem Thema wollen wir uns auch kommenden Mittwoch beschäftigen. Von Ihnen wollen wir wissen:

Was glauben Sie? Ist unser Bildungssystem noch zu retten?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail! Einige Antworten werden wir möglicherweise in unserer Sendung thematisieren,  ein kleines "best of" gibt's auch nächste Woche hier im Newsletter. 

Bildquelle: Pexels/Leeloo The First

Unsere Themen der kommenden Woche

Hier ein Überblick über die Themen, die wir für nächste Woche geplant haben.

Montag: Geht’s noch um Menschen? Das neue Asylrecht 
Dienstag: Gebrochenes Herz – was Liebeskummer mit uns macht
Mittwoch: Alarmstufe Bildung: Zwischen Sparzwang und Bildungsungerechtigkeit
Donnerstag: Sehnsuchtsort Festival

Natürlich kann sich aufgrund aktueller Ereignisse oder aus redaktionellen Gründen kurzfristig immer mal was ändern. Die endgültigen Themen und mehr Details zu den einzelnen Sendungen finden Sie auf unserer Website.


Ihre Meinung zur Frage der Woche 

Vergangene Woche wollten wir von Ihnen wissen:
Neue Rechte: Warum erreichen demokratische Antworten offenbar viele Menschen nicht mehr?

Hier sind einige Auszüge aus Ihren Antworten:

"(...) Ich glaube, es ist so schwer gegen rechtes Gedankengut anzukommen, weil die Betroffenen emotional unterwegs sind. Sie leben in gefühlten Welten mit gefühlten Problemen. Demokratische Antworten sind aber rationale Antworten, die nur real existierende Probleme lösen können, keine gefühlten. Leuten mit gefühlten Problemen kann eigentlich nur ein Psychologe helfen, kein Politiker.

Ein weiterer Grund ist wohl, dass es uns hier viel zu gut geht. Die Kriegsgeneration wusste noch, was es bedeutet, wenn es einem wirklich schlecht geht. Die späteren Generationen sind von klein auf im Wohlstand/Überfluss aufgewachsen. Wer nicht mehr weiß, wie gut er es hat, schätzt das nicht wert.
(...)"

Oliver H.


"(...) Dieser weltanschauliche Schrott hat die Zeit, auch die 68er, überlebt, gedieh möglicherweise in der DDR unterhalb der Oberfläche weiter (darum 
dort hohe Zustimmung für die AfD). Mittlerweile sind im ganzen Land die Hemmungen gefallen. Zentraler Träger der neuen Unmenschlichkeit sind kommerzielle Medien, die als soziale Medien verharmlost werden. Dort treffen sich an benachbarten Stammtischen Bildungsferne, Päderasten, Neue Rechte, religiöse und feministische Ideologen (von Evangelikalen über Islamisten bis zu Gerechtigkeitssemantikern) sowie Verschwörungsfanatiker.

 (...)"

Klaus Philipp M.


"(...) Die Bekämpfung von Lügen, Hass und Hetze braucht neben eindeutigen Gesetzen auch die Fähigkeit diese durchzusetzen. Appelle an eine Vernunft, von der sich viele Wähler und Wählerinnen bereits mit großer Begeisterung verabschiedet haben, helfen längst nicht mehr weiter. (...) Bürger und Bürgerinnen sind aber keine "strafunmündigen" Kinder, die noch nicht in der Lage sind, die volle Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Es wäre deshalb dringend geboten, den Wählern und Wählerinnen rechtsextremer Parteien unmissverständlich klar zu machen, daß sie sich mit Leuten gemein machen, deren vorrangiges Ziel es ist, durch Lüge und Hetze unsere Gesellschaft zu spalten, um danach hemmungslos über Macht und Geld verfügen zu können. (...)"

Alfons R.


"(...)
1. Wenn Whlkampf ansteht, dann werden gern Parolen, die hart an der Grenze zum braunen Gedankengut sind, verbreitet.
2. Die Generationen die den Nazismus und die Folgen erlebt haben, sterben aus - mit Ihnen die Warner- auch in der Politik.
3. faschistische Parolen sind leicht und eingängig zu übernehmen- ohne zu Denken.
4. Es leben immer noch Menschen, die in der Wolle braun eingefärbt sind, die fasst ungestraft an den Stammtischen die Lufthoheit haben.
5. Fremdenfeindlichkeit, Rassenhass und Menschenverachtung sind -en vogue weil die Vorbilder in der Politik in den Paramenten sitzen.
6. Es ist einfach auf dem Rücken derer, die sich nicht wehren können, Politik zu machen.
(...)"

Wilfried K.


"(...) leider haben viele Menschen den Eindruck, "die da oben" vertreten eh meine Interessen nicht und sehen nicht, was mich drückt. Und viele Versprechen der Politik werden nicht eingehalten.Das schwächt den Glauben an Demokratie.
Aber sind nicht auch die Medien mitverantwortlich, die meist über Streits und Probleme berichten und selten über das, was gut läuft?
Wäre es nicht z.B. sinnvoll, im Ersten nach 20 Uhr über unsere Demokratie, ihr Funktionieren und ihre Erfolge zu informieren, statt in Talkrunden mit immer denselben Gästen immer wieder über dieselben Themen zu reden? Und auch mal, wie diese Woche bei Klamroth, auch mal ganz normale Bürger einzuladen, die dann den Politikern sagen können, was sie belastet.
 (...)"

Jürgen B.


Was uns diese Woche beschäftigt hat

Foto: Taylor Flowe/Unsplash

Und damit verabschieden wir uns für diese Woche und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende! Und wenn Sie noch einen Zeitvertreib suchen, oder nebenbei etwas spannendes hören wollen, wissen Sie ja, wo Sie unsere Podcasts finden. 😉

Bei Anregungen, Fragen oder Feedback, freuen wir uns über eine Mail.

Viele Grüße und bis nächsten Freitag!

Nasir Mahmood


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